1. Was ist deine Funktion innerhalb des Vereins und wie lang bist du schon dabei?

Ich bin seit der Planungsphase des Vereins dabei und somit auch eines der Gründungsmitglieder. Gewählt bin ich als 2. Vorstandsvorsitzender ohne klar definierten Aufgabenbereich. Tatsächlich befasse ich mich viel mit Aufgaben, die im Bereich der Vereinsverwaltung anfallen und die dem Wachstum des Vereins dienen. Dazu gehören auch Dinge, die zunächst etwas trocken erscheinen, aber wichtig sind, um reibungslose Abläufe zu garantieren: Versicherung, Satzung, GEMA, Verwertungsrechte von Bildern und Fotos etc.

2. Was ist deine Motivation, dich bei ArtAsyl zu beteiligen?

Meine Motivation ist der Glaube an unsere Idee, die sich hinter unserem Motto „Kunst verbindet Kulturen“ verbirgt. Unsere Idee war und ist es, etwaige Barrieren, die durch fehlende Sprachkenntnis aber auch durch fehlende kulturelle Kenntnisse entstehen können, zu überbrücken. Dadurch, dass wir in unseren Projekten Menschen aus Köln mit geflüchteten Menschen zusammenbringen, findet ein Austausch statt, bei dem jeder den anderen ohne Worte kennenlernt. Dadurch kann man den anderen versuchen zu verstehen und selbst verstanden werden. Das Medium der Kunst bietet dabei auch die Möglichkeit sich auszudrücken und zu verwirklichen.

Ich glaube, dass jeder Mensch ein kulturelles Grundbedürfnis hat. Wir helfen Menschen, die zum Teil alles verloren haben, diesem Bedürfnis nachgehen zu können und leisten dabei einen Beitrag zur Integration. Integration und Zuwanderung sind wohl die großen Herausforderungen unserer Zeit und wir leisten einen Beitrag. Wie kann man da nicht begeistert sein?

3. Was war dein bisher schönstes, lustigstes, spannendstes oder emotionalstes Erlebnis innerhalb deiner Vereinsarbeit?

Es macht mir Spaß den Verein nach außen hin zu repräsentieren und auf Veranstaltungen präsent zu sein. Dabei ergeben sich immer interessante Gespräche und neue Perspektiven von Außen. Emotional stimmt mich der Blick auf das, was wir in der kurzen Zeit aufgebaut und geschafft haben. Gegründet im Herbst 2015 haben wir es jetzt geschafft in nahezu ganz Köln Projekte aufgebaut zu haben und diese auch über die Stadtgrenzen hinaus ausbauen zu können.

4. Was sind deine persönlichen Ziele in 2017 für den Verein?

Für 2017 ganz allgemein wünsche ich mir, dass die Begeisterung, das Engagement und der Hilfswille der Bevölkerung insgesamt und unserer Mitglieder im Speziellen nicht abreißt und sich verstetigt. Seit Vereinsgründung habe ich verschiedene Phasen der Begeisterung mitbekommen. Von Euphorie über blinden Pessimismus bis hin zu Gleichgültigkeit wurde über die letzten 18 Monate alles gesagt und vertreten. Jede dieser Phasen war für sich genommen zu extrem und zu emotional.

Konkret wünsche ich mir für 2017 mehr Projekte aufzubauen mit Zugewanderten, die bereits erfolgreich Fuß gefasst haben – Menschen, die den Weg bereits gegangen sind und damit auf einer ganz anderen Ebene mit gerade Angekommenen arbeiten können.